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So muss es beginnen

Autor: D. E. Orange 1. April 2018

 

 

 

Herzlich Willkommen in einer neuen Ära der Internetunterhaltung. So und nicht anders beginnen Begrüßungstexte für Projekte von epochaler Wichtigkeit. Und naja, dieser hier für das unserige halt auch…

Wir möchten uns vorstellen: Wir sind das Autorenkollektiv. Und wir haben weder Kosten, noch Mühen gescheut, um diese wunderbare Seite hier auf die Beine zu stellen. Zugegeben, die Kosten waren nicht hoch. Vor allem wenn man bedenkt, dass alle fünf an diesem Projekt beteiligten Autoren im wahren Leben berufstätig sind und ihre Tage nicht in Vatis Keller eingesperrt verbringen. Nicht einmal der Österreicher in unseren Reihen.

Wie dem auch sei – Waren die Kosten auch nicht nennenswert, die Mühen haben wir wie gesagt auch nicht gescheut. Behaupten wir. Das Ergebnis der letzten Wochen und Monate intensivster Vorbereitung in den angesagtesten Trainingslagern der virtuellen Wahnwitzigkeit gibt es jedenfalls ab heute offiziell an dieser Stelle zu bestaunen.

Spätestens an dieser Stelle stellt sich die Frage: „Warum sind wir hier? Und warum eigentlich?“

Das Projekt „Autorenkollektiv“ wurde Anfang diesen Jahres eher aus einer Schnapsidee heraus beschlossen. Anlass des Ganzen war die Nachricht, dass das lustige Internetprojekt, an dem wir fünf bereits die letzten Jahre und teilweise Jahrzehnte mitgearbeitet haben, seine Pforten schloss. Der Angestelltenmarkt für Internetsatireautoren ist – da könnt Ihr euch gern bei eurem Arbeitsamt informieren – derzeit eher mau, also haben wir einfach unser eigenes Projekt gestartet. Mit BlackJack und Nutten!

Unser Redaktionsleben ist, wie man sich angesichts dessen denken kann, wunderbar. Und während einer die Karten mischt, haben die anderen vielleicht gerade Zeit, ein paar Beiträge zu verfassen und auf diese wunderbare Seite hier zu stellen. Das ist der Kreislauf des Autorenlebens. Wir lieben ihn. Wirklich bedauerlich, dass Elton John dazu kein Lied gesungen hat.

Ist ein Artikel dann aus Zufall einmal online gegangen, ist der magische Moment gekommen, an dem SIE (oder Du – einfach das Passende aussuchen. Wir sind bislang nicht dazu gekommen, die uns übermittelten Daten unserer Leser so aufopfernd zu durchforsten, dass wir jedem einzelnen eine personalisierte Anrede liefern könnten. Schande über uns.) – der Leser – ins Spiel kommen. Denn kein Text hat einen Wert, wenn niemand da ist, der ihn liest und bestenfalls sogar noch seine Meinung dazu abgibt. Wir wissen natürlich, dass wir ohne unsere Leser nur ein Fliegenschiss im Spinnennetz des Internets sind. Ohne Leser würden wir dies alles auch gar nicht machen. Wir möchten uns daher bereits jetzt, zum Start von Autorenkollektiv.org, bei jedem einzelnen bedanken, der sich jetzt und ín kommender Zeit bei uns aufhalten wird. Ihr bekommt alle einen Platz in der ersten Reihe, wenn wir in Kürze unseren Pulitzer-Preis und den Literatur-Emmy erhalten. Versprochen.

Aber was ist an uns bitteschön jetzt anders als an all den anderen Blödelseiten, die das Netz so tagtäglich ausspuckt? Warum soll ein Leser bei uns auftauchen, anstatt sich über den Blödsinn zu beömmeln, den der Postillon, der Internetauftritt von Extra3, die Fanseiten der AfD oder sonstige Lach- und Schließmuskelgesellschaften der virtuellen Welt so raushauen? Ganz einfach – Wir sind vielseitig! Wir realisieren, was uns einfällt. Wir möchten euch ein breites Spektrum aus tagesaktuellen Beiträgen, aber auch zeitlosen Beiträgen, Kurzgeschichten, Gedichten, Cartoons, Ratgebern, Rubriken und allem bieten, was unsere Köpfe und Tastaturen so hergeben. Spezialisierung ist was für Hochbezahlte. Wir sind fünf individuelle Autoren, deren Spektrum voneinander abweicht und abweichen soll. Wir wollen auf diesem Portal offen für alle Themen sein. Frei nach dem Motto „Unsere Nische ist, dass es keine Nische gibt.“

Und wir haben nicht einmal vor, diese Offenheit nur in eine Richtung laufen zu lassen. Oh nein. Jeder Leser hat hier die Möglichkeit, sich aktiv bei uns einzubringen und alles, was wir dafür verlangen, ist seine unsterbliche Seele. Vielleicht sogar weniger, wir müssen noch eine Kalkulation aufstellen, wie weit wir mit den Preisen heruntergehen können. Aber wer es noch nicht bemerkt hat – Wir leben im Jahre 2018, eine Seele zu haben ist schon lange nicht mehr zwingend erforderlich. Unser Preis ist also definitiv nicht zu hoch.

Was genau meinen diese seltsamen Menschen mit „Einbringen“. Nun, wir möchten eure Meinungen. Eure Vorschläge, Anregungen, was immer euch einfällt. Und wir geben sogar noch etwas dafür. Wir wären sogar dazu bereit, uns EURE Texte und Artikel durchzulesen und unsere Meinung dazu abzugeben. Und das müssen nicht einmal Texte sein, die ihr für UNS geschrieben habt! So gut sind wir zu euch. Oder wollen es zumindest sein, wenn ihr uns lasst. Vielleicht finden sich auf diese Art und Weise ja Talente, die uns irgendwann hier als feste Partner ergänzen und ersetzen können, wenn wir irgendwann sabbernd im Heim sitzen? Wir möchten aktive Nachwuchsförderung betreiben. Kennt ihr sonst irgendwen, der das in diesem Genre macht? Nein? Wir auch nicht. Also tut euch keinen Zwang an, dieses Angebot zu nutzen. Wir würden uns definitiv darüber freuen. Unsere Bewährungshelfer haben uns ohnehin dringend zu solchen Diensten geraten und unsere Psychiater sagen ebenfalls, dass humanitäre Schreibhilfe erfolgreich dazu beitragen könnte, unseren ausgeprägten Helferkomplex und unsere Sozialphobie zu besänftigten, um uns irgendwann in ein normales Leben eingliedern zu können. Ihr sehrt, wir brauchen euch, Und das ist der Unterschied zwischen uns und all den „normalen“ Seiten da draußen,

Wo genau ihr was findet und was ihr machen müsst, könnten wir jetzt verraten. Aber wir wären ja schön blöd, wenn wir das tun würden. Lieber wäre es uns, wenn ihr euch einmal quer durch alles klickt, was es hier auf der Seite zu klicken gibt. Ist doch irgendwo verständlich, oder? Wenn ihr euch schon durchklickt, dann seht bitte darüber hinweg, wenn noch nicht alles, was wir uns so für die Zukunft ausgedacht haben, zu diesem Zeitpunkt in ausreichender Vielfalt bereits vorhanden ist. Heute ist unser erster Tag. Wir müssen auch erst ankommen, genau wie Ihr.

In diesem Sinne – Herzlich Willkommen beim Autorenkollektiv, einem Projekt, an dem Ihr und wir hoffentlich noch viel Freude haben werden. Wir wissen noch nicht, was diese Zukunft uns bringt und in welche Richtung es gehen wird. Wir wissen auch noch nicht, wie es aufhört. Doch wir wissen eines: So muss es beginnen.

Mit freundlichen Grüßen,

Eure Kollektivautoren

1 Kommentar

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Magnus Larsson 1. April 2018 - 10:43

Auf einen gelungenen Start! Schöner Text für den Beginn, D.E.O 🙂

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