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Hart. Zur Hymne

Autor: D. E. Orange 9. Mai 2019

Der heutige Interviewpartner: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow .

Von DiG / TRIALONEigenes Werk, CC BY 3.0, Link3

Guten Abend. Mein Name ist Jens Hart und heute berichte ich live aus der thüringischen Staatskanzlei in Erfurt, wo ich Ministerpräsident Bodo Ramelow zum Interview treffe.

Herr Ramelow, Sie haben heute in allen Medien verlauten lassen, dass Ihrer Meinung nach die Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland geändert werden müsste. Meine Frage dazu: Im Ernst, was zum Fick?

Ramelow: „Irgendwas mit Nazis.“

Hart: „Bitte was?“

Ramelow: „Ir-gend-was. Mit. Na-zis!“

Hart: „Und wieso?“

Ramelow: „Sonst hört mir niemand zu. Egal, was in diesem Land gefordert wird, wenn es irgendwie mit Nazis begründet werden kann, hat es gute Erfolgsaussichten.“

Hart: „Und wie lautet Ihr irgendwas mit Nazis?“

Ramelow: „Bernd Höcke.“

Hart: „Ja?“

Ramelow: „Sie wissen, der ist ein Nazi.“

Hart: „Ja, wir wissen. Und er heißt Björn.“

Ramelow: „Das ist unerheblich. Viel wichtiger ist, dass er die Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland gesungen hat. Und zwar die erste Strophe. Das geht gar nicht. Die dritte Strophe – Okay. Die ist schön. Die singe ich auch gern. “

Hart: „Äh.. Ja. Deshalb wird als Nationalhymne ja auch nur die dritte Strophe gesungen und nicht die erste…“

Ramelow: „Jaja! Aber früher nicht! Nazis singen die erste Strophe! Bis heute! Und das geht nicht! Deshalb brauchen wir dringend eine neue Hymne!“

Hart: „…oder weniger Nazis.“

Ramelow: „Ich bitte Sie. Das sagen ja alle. “

Hart: „…außer den Nazis.“

Ramelow: „Mir ist egal, was die sagen. Mich interessiert viel mehr, was die singen! Wenn ich höre, dass die einfach so die erste Strophe dieses Liedes singen, kann ich persönlich nicht mehr ohne Gewissensbisse die dritte Strophe singen. Und ich denke, was ich nicht möchte, sollte niemand wollen!“

Hart: „Ist das nicht etwas kindisch und kleinkariert?“

Ramelow: „Nein! Niemals! Alle anderen sind kindisch! Aber ich nicht! Niemals! Und wissen Sie, was kleinkariert ist? Die Hemden von Holzfällern! Und da sehen Sie schon, dass ich im Recht bin! Holzfäller hören Musik von Nickelback und auch das tue ich nicht! Denn das hören Holzfäller! Ich kann nicht ohne Gewissensbisse Musik hören, die auch von Holzfällern gehört wird!“

Hart: „Äh… Was?“

Ramelow: „Was?“

Hart: „Was haben Holzfäller denn mit unserer Hymne zu tun?“

Ramelow: „Holzfäller propagieren rohe Gewalt und Umweltzerstörung. Das sollte in einer Hymne nichts zu suchen haben. Dorthin gehören Dinge wie „Recht“, „Einigkeit“ und „Freiheit“!“

Hart: „Aber genau das wird doch offiziell als Hymne gesungen?!“

Ramelow: „...aber in der ERSTEN Strophe nicht!“

Hart: „Ja und deshalb ist die doch gar nicht mehr….“

Ramelow: „Ir-gend-was. Mit. Na-zis!“

Hart: „Ja. Okay. Und was schlagen Sie stattdessen als Hymne vor?“

Ramelow: „Kennen Sie „Wo ich gern mal wär“ von der Kapelle Petra? Das würde ich als Nationalhymne haben wollen. “

Hart: „In dem Lied geht es aber um die DDR?!“

Ramelow: „Ja. Aber die Band stammt aus dem Westen. Wie ich ja auch. Das symbolisiert doch perfekt die Einheit Deutschlands 30 Jahre nach der Wende. “

Hart: „Ja und zwischen den Strophen wird im Instrumentalteil die Hymne der DDR angespielt.

Ramelow: „Sie wissen, die DDR hatte eine sehr schöne Nationalhymne. “

Hart: „Ich bin mir nicht sicher, ob ich das weiß. Was ich weiß: Eine schöne Hymne macht aber keinen schönen Staat…. Sie wollen doch hier nicht wirklich sagen, dass Sie die Nationalhymne der BRD zu sehr an das Dritte Reich erinnert und Sie deswegen die Nationalhymne der DDR als Hymne für das heutige Gesamtdeutschland einführen wollen?“

Ramelow: „Nein. Die Melodie ist wirklich sehr schön. Joseph Haydn hat das so schön komponiert, man möchte ihm glatt verzeihen, dass er Österreicher war. Er hätte das glatt beruflich machen können, diese Melodienerfinderei. So schön mit Orchester und so. Aber der Text erinnert einfach zu sehr an ein Deutschland, welches es gar nicht mehr gibt. Da sollte man wirklich was ändern!“

Hart: „Und was bitte?“

Ramelow: „Ich habe letztens einen wunderbaren Text gelesen, den ich sehr gern vorschlagen würde. Sie werden bemerken, dass er sich hervorragend auf Haydns Melodie singen lässt. Er geht so:“

„Auferstanden aus Ruinen
und der Zukunft zugewandt,
lass uns dir zum Guten dienen,
Deutschland, einig Vaterland.
Alte Not gilt es zu zwingen,
und wir zwingen sie vereint,
denn es muss uns doch gelingen,
dass die Sonne schön wie nie
über Deutschland scheint.“

Hart: „Das ist die Nationalhymne der DDR.“

Ramelow: „Ja. Aber mit einer anderen Melodie! Das ist doch viel schöner als eine Hymne über ein Land zu singen, welches es gar nicht mehr gibt!“

Hart: „Aber die DDR gibt es doch auch nicht mehr?“

Ramelow: „Das ist was ganz anderes.“

Hart: „Äh. Nein? Eigentlich nicht?“

Ramelow: „Doch! Und Lothar de Maiziere hat damals Helmut Kohl genau das gleiche vorgeschlagen! Das ist also etwas ganz anderes!“

Hart: „Und was hat Kohl geantwortet?“

Ramelow: „Er hat Tränen gelacht. Das hat ein Oder-Hochwasser ausgelöst. Schlimme Sache. Da zeigt sich wieder der niederträchtige Charakter der BRD. Und das gegenüber seinen Parteigenossen.“

Hart: „Helmut Kohl war in der CDU.“

Ramelow: „Sehen Sie, da ist das nächste Problem. Sie denken alle immer noch in diesem Parteienschema. Das ist ein Relikt der Vorwendezeit, genau wie die Hymne. Wir sollten alle solidarisch als eine Partei auftreten. Wie könnten sie „SED“ oder so nennen. „Saugeile Einheits-Partei. Jetzt, wo wir seit fast 30 Jahren die Einheit haben, wird das wirklich Zeit.“

Hart: „Die Union würde es auch bestimmt sehr freuen, mit Ihnen in einer Einheitspartei zu sein.“

Ramelow: „Sie wissen, ich bin ein streng gläubiger Christ“

Hart: „Nein. Wusste ich nicht.“

Ramelow: „Wir Linken sind alle streng gläubige Christen. Sogar Sevim Dagdelen. Wir haben ihr das nur noch nicht gesagt. Nichts ist so christlich wie der totale Sozialismus.“

Hart: „Ähh…. Naja. Eine Frage zum Schluss, Herr Ramelow. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Blödsinn hier nur in die Welt posaunen, damit die Leute wenn sie Ihren Namen hören etwas anderes denken als „Ach ja, das ist ja dieser Blonde, der mal bei Leverkusen gespielt hat.„?“

Ramelow: „Das ist eine vollkommen infame Theorie. Wie kommen Sie auf so etwas hanebüchenes? “

Hart: „Ähm….. “

(….)

Hart: „Irgendwas mit Nazis.“

Ramelow: „Gut, wenn Sie so argumentieren, dann muss ich Ihnen selbstredend zustimmen.“

Hart: „Natürlich. Und damit zurück in die Redaktion.“

(Hinweis: Der Redaktion liegen derzeit keinerlei authentische Beweise darüber vor, dass das Gespräch zwischen Bodo Ramelow und Jens Hart tatsächlich so stattgefunden hat und möglicherweise nur Satire ist. Wir bitten im Zweifelsfall um Beachtung dieser Tatsache)

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