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Hart. Bei Maaßen

Autor: D. E. Orange 11. September 2018

Der heutige Interviewpartner: Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen.

Von Bundesministerium des Innern/Sandy Thieme – Bundesministerium des Innern/Sandy Thieme, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20328783

Guten Abend. Mein Name ist Jens Hart und heute berichte ich live aus dem Bundesamt für Verfassungschutz, wo ich den Hausherren, Herrn Hans-Georg Maaßen, zum Interview treffe .

Herr Maaßen, schön dass sie Zeit für mich gefunden haben.

Maaßen: “Sie können sich sehr glücklich schätzen. Normalerweise gebe ich keine Interviews.”

Hart: “Ähm… Das kann man so irgendwie nicht sagen. Immerhin reden wir jetzt ja nur deswegen miteinander, weil Sie sich – vermutlich unfreiwillig –  zum Hauptgesprächsthema in ganz Deutschland gemacht haben, weil sie letztens ja ein sehr unglückliches Interview in der BILD-Zeitung gegeben haben.”

Maaßen: “Habe ich nicht.”

Hart: “Was?”

Maaßen: “Es gibt keine authentischen Beweise dafür, dass ich jemals ein Interview mit der BILD-Zeitung geführt habe.”

Hart: “Äh… Doch? Viele Menschen haben es gelesen?”

Maaßen: “Und wo bitte?”

Hart: “In der BILD-Zeitung?”

Maaßen: “Würden Sie die BILD-Zeitung als authentisch bezeichnen?”

Hart: “Nein.”

Maaßen: “Sehen Sie?”

Hart: “Also ist das Interview mit Ihnen, welches die BILD-Zeitung gedruckt hat, eine Fälschung?”

Maaßen: “Oh nein, definitiv nicht.”

Hart: “…aber Sie haben doch gerade noch gesagt…

Maaßen: “Da müssen Sie mich falsch verstanden haben.”

Hart: “Gut, wie auch immer. In diesem besagten Interview äußerten Sie jedenfalls Zweifel an der Echtheit eines Videos, welches eine Hetzjagd mutmaßlicher Rechtsradikaler auf Menschen mit Migrationshintergrund zeigt…”

Maaßen: “Also bitte. Ich zweifele keine Sekunde daran, dass dieses Video, welches offenkundig Menschen auf einem Trauermarsch in Karl-Marx-Stadt…”

Hart: “Chemnitz.”

Maaßen: “Bitte was?”

Hart: “Die Stadt heißt Chemnitz. Nicht mehr Karl-Marx-Stadt.”

Maaßen: “Herr Hart, mir liegen keinerlei authentische Beweise dafür vor, dass diese Umbenennung jemals stattgefunden hat. Würden Sie mich jetzt ausreden lassen?”

Hart: “Äh. Ja.”

Maaßen: “Also wie gesagt, ich zweifele keinerlei Sekunde daran, dass dieses Video echt ist. Da müssen mich alle falsch verstanden haben. Es ist aber so, dass ich auf diesem Video keine Anzeichen einer Hetzjagd erkennen kann.”

Hart: “Aber Herr Maaßen, auf dem Video ist doch vollkommen eindeutig zu erkennen, wie junge Leute mit Migrationshintergrund von Menschen aus dem Mob heraus beschimpft und über 15-20 Meter über eine Straße gejagt werden!”

Maaßen: “Haben Sie schon einmal eine Fuchsjagd gesehen? Da werden die Tiere über Kilometer gehetzt und nicht nur über 15-20 Meter. Damit sollten wir uns beschäftigen.”

Hart: “Mit Fuchsjagden?”

Maaßen: “Genau. Diese Füchse werden gejagt, weil Sie einer anderen Rasse angehören als die Jäger und die Jagdhunde. Das sind klare Fälle von rechtsradikalen Übergriffen und denen muss der Verfassungsschutz dringend nachgehen.”

Hart: “Sie möchten also die im Video gezeigten Taten untersuchen lassen?”

Maaßen: “Wieso? Da erkenne ich ohne eindeutige Beweise nichts strafrelevantes. Ich rede eindeutig von den Fuchsjagden. Denen müssen wir nachgehen!”

Hart: “In England?”

Maaßen: “Ja. Sowas gehört verboten. Darum müssen wir uns kümmern.”

Hart: “Aber Herr Maaßendie Fuchsjagd in Großbritannien ist bereits seit mehr als 10 Jahren verboten.”

Maaßen: “Boah, sind wir gut. Und wieso kritisieren Sie mich dann?”

Hart: “Nun, einmal, weil die Fuchsjagd in Deutschland nach wie vor erlaubt ist…”

Maaßen: “Dafür liegen mir keine authentischen Beweise vor. Sie lügen also. Es gibt keine Fuchsjagden in Deutschland und das hat es auch nie.”

Hart: “Das ist überhaupt nicht das Thema. Es geht um die Hetzjagd in Chemnitz.”

Maaßen: “Karl-Marx-Stadt. Halten Sie sich an die Fakten. Es hat dort keinerlei Übergriffe gegeben. Ich habe auch mit dem Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen telefoniert und er hat mir versichert, dass es so etwas in seinem Land noch nie gegeben hat. ”

Hart: “Aber das Video….”

Maaßen: “Welches Video? Wer hat jemals behauptet, dass es so ein Video wirklich gibt?”

Hart: “Sie selber? Mir gegenüber? Vor wenigen Minuten? Da haben Sie selber noch gesagt, dass an der Echtheit des Videos keinerlei Zweifel besteht!”

Maaßen: “Sie müssen mich falsch verstanden haben. Sie hören mir einfach nicht richtig zu. Was ich sagen wollte ist: Es gibt keinerlei Gründe, aus meiner Sicht an ein eingreifen des Verfassungsschutzes in Karl-Marx-Stadt zu denken. Dort und überall sonst ist alles in Ordnung und dies liegt an der umsichtigen und guten Arbeit meiner Behörde.”

Hart: “Glauben Sie das wirklich?”

Maaßen: “Alle mir bekannten Informationen, die ich in regelmäßigen Abständen sichte und auf Aktualität prüfe deuten darauf hin, dass hier alles absolut unbedenklich ist. Ich habe erst heute morgen den Bericht aus dem Bundesinnenministerium gelesen, ein Schriftstück von Herrn Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann persönlich unterzeichnet!”

Hart: “Äh… Moment mal. Herr Zimmermann ist seit 1989 nicht mehr Innenminister. Und seit 2012 verstorben.”

Maaßen: “Unsinn. Darüber liegen mir keine authentischen Beweise vor. Sie sollten sich aus sicheren Quellen informieren, bevor Sie mich mit so einem Unsinn konfrontieren.”

Hart: “Aber….”

(Das Telefon von Herrn Maaßen klingelt)

Maaßen: “Oh. Das ist wichtig. Da muss ich drangehen. (ins Telefon) Ja? Oh. Guten Abend, Herr Innenminister…. Was? Ihnen liegen keinerlei authentische Beweise dafür vor, dass meine Weiterbeschäftigung einen Sinn ergibt? Aber seit wann benötigen Sie dafür Beweise? Die benötigen Sie bei sich selbst doch auch nicht….Was? …. Äh… Da haben Sie mich definitiv  falsch verstanden, Herr Zimmermann….. Wie? ….Ich werde wohl besser wissen, wie Sie heißen, dafür müssen Sie erstmal konkrete Beweise vorlegen…. Ja…..”

Hart: “Das könnte länger dauern. Mit diesen… ja… verwirrenden…. Eindrücken aus dem Bundesamt für Verfassungsschutz gebe ich zurück an die Redaktion.

 

(Hinweis: Der Redaktion liegen derzeit keinerlei authentische Beweise darüber vor, dass das Gespräch zwischen Verfassungsschutzpräsident Maaßen und Jens Hart tatsächlich so stattgefunden hat und möglicherweise nur Satire ist. Wir bitten im Zweifelsfall um Beachtung dieser Tatsache)

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