Hauptseite Autor
Autor

D. E. Orange

Meine Heimatstadt heißt Wanne-Eickel und sie weiß genau so wenig wie ich, was sie eigentlich darstellen soll. Wanne-Eickel bildet den geographischen Mittelpunkt des Ruhrgebiets, hat 65.000 Einwohner – Zum Vergleich, das ist mehr als Schweinfurt, Emden und die komplette Eifel – gibt sich aber ansonsten allergrößte Mühe wie das Abziehbild eines beliebigen Kuhkaffs zu wirken - Nur halt ohne Kühe. Und alle anderen Dorfklischees
20. Juli 2021 0 Kommentar
Unten links in meinem Wohnhaus wohnt ein älterer Herr. Sein Name ist Willi. Zumindest das ist sicher. Wie alt genau Willi eigentlich ist - das wiederum weiß niemand. Nicht einmal die Paläontologen die ihn jeden Mittwoch besuchen sind sich in dieser Frage wirklich einig. Fakt ist, es sind wohl ein paar Jahre mehr. Aber Willi ist ein moderner Mann. Er nutzt sogar ein soziales Netzwerk. Aber nicht Facebook oder Instagram, nein, Willi nutzt sein eigenes Netzwerk. Eine kleine, schwarze Pinnwand gleich neben der Kellertreppe. Willi nutzt Treppenhaustwitter.
14. November 2020 0 Kommentar
Ich bin mein Leben lang immer ganz gut ohne Religion klar gekommen. Religion ist für mich sehr viel Schein und um so weniger Sein. Ein halbgares Gebilde aus Ritualen, unumstößlichen. aber manchmal erschreckend leicht widerlegbaren Tatsachen und einer oft doppelten, wenn nicht gar dreifachen Moral, die mich schon als Kind eher abstieß als anzog. Doch nun ging mir ein Licht auf – Wenn ich bislang keine Religion gefunden habe die mir zusagt, dann bastle ich mir doch einfach selbst eine
11. November 2020 0 Kommentar
Ich denke jeder von wurde bereits mindestens einmal in seiner Erwartungshaltung nachhaltig enttäuscht und dies ist nicht einmal ein besonders aktuelles Phänomen; Noch in den 1950ern war man der allgemeinen Überzeugung, im Jahre 2020 hätte die Menschheit ihren Lebensmittelpunkt ins All verlegt, alle Krankheiten wären heilbar und das Wissen der Welt wäre grenzenlos. Die Realität sieht minimal anders aus.
1. Juni 2020 0 Kommentar
Irgendwann ab Anfang 30 verschwimmt diese magische Grenze zwischen angeborener Unzurechnungsfähigkeit und beginnender Mitlifecrisis. Anders kann ich mir den Tag nicht erklären, an dem mein Kumpel Basti in Tarnklamotten und einem eher mittelteuren Decatlon-Schlafzelt vor meiner Tür stand, mit vor Pathos triefender Singsangstimme fragte „Lust auf ein Abenteuer, ganz wie damals in den wilden 20ern?“ und ich aus mir unerfindlichen Gründen das ganze auch noch ungeprüft bejahte.
26. Mai 2020 1 Kommentar