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Gedankendenk

Wenn ich in meine Kindheit zurückreisen will, reicht meist ein kurzer Ausflug in den Keller. Öffne ich mein Kellerabteil steht rechts an der Wand ein kleines Blechregal. Ein Regal, gefüllt mit Comicheften und alten Büchern, die nicht mehr in meine eigentliche Wohnung passten – und das ist wortwörtlich zu nehmen. Zwei Drittel des Regals im Keller sind belegt durch eine ganz bestimmte Art von Buch: DIN-A5 und 256 Seiten stark. Einige Exemplare sehr alt, noch original aus dem Fundus meines Vaters stammend, als dieser noch ein Kind war. Auf allen prangt der gleiche Schriftzug: „Walt Disney. Lustiges Taschenbuch“
23. Mai 2022 0 Kommentar
Zum Glück hat jeder Mensch seine Talente. Manchmal ist Glück aber etwas sehr relatives, wenn man sieht, worin diese Talente manchmal bestehen. Ich weiß wovon ich rede. Ich habe auch ein sehr spezielles Talent. Ich habe das Talent, völlig ohne Not die Kontrolle über meine sozialen Beziehungen zu verlieren. Einfach, weil ich anscheinend zu dumm dazu bin.
2. Oktober 2021 2 Kommentare
Ich habe mir noch nie große Gedanken über den Tod gemacht. An ein Leben nach dem Tod habe ich nie wirklich geglaubt. Ich hatte bis jetzt ja schon oft genug Probleme mit der korrekten Vorstellung bezüglich eines Lebens VOR dem Tod, also welche Illusionen hätte ich mir schon über die Zeit hinterher machen sollen? Aber was, wenn da doch etwas ist? Was, wenn die Ägypter Recht hatten und der Körper sich nach seinem Tod auf eine lange Reise begibt? Wie doof wäre ich denn dann, mir diese Gelegenheit entgehen zu lassen?
29. August 2021 1 Kommentar
Was ist eigentlich okay? Ist es dieses diffuse Gefühl, dass nicht alles eine komplette Scheiße ist? Dass ich nicht jeden Tag daheim sitze, mir eine Tüte Chips binnen einer halben Stunde reinknalle während ich einen Film aus den 90ern sehe, der mich nicht einmal interessiert und niemand bemerkt hat, dass ich seit 3 Tagen nicht geduscht habe, da keiner da ist der das bemerken könnte? Sondern ich stattdessen Freunde treffe, zur Arbeit gehe und irgendwie versuche, mein Leben irgendwie in der Waage zu halten? Ist das okay? Bestimmt.
25. Juli 2021 0 Kommentar
Meine Heimatstadt heißt Wanne-Eickel und sie weiß genau so wenig wie ich, was sie eigentlich darstellen soll. Wanne-Eickel bildet den geographischen Mittelpunkt des Ruhrgebiets, hat 65.000 Einwohner – Zum Vergleich, das ist mehr als Schweinfurt, Emden und die komplette Eifel – gibt sich aber ansonsten allergrößte Mühe wie das Abziehbild eines beliebigen Kuhkaffs zu wirken - Nur halt ohne Kühe. Und alle anderen Dorfklischees
20. Juli 2021 0 Kommentar
Ich denke jeder von wurde bereits mindestens einmal in seiner Erwartungshaltung nachhaltig enttäuscht und dies ist nicht einmal ein besonders aktuelles Phänomen; Noch in den 1950ern war man der allgemeinen Überzeugung, im Jahre 2020 hätte die Menschheit ihren Lebensmittelpunkt ins All verlegt, alle Krankheiten wären heilbar und das Wissen der Welt wäre grenzenlos. Die Realität sieht minimal anders aus.
1. Juni 2020 0 Kommentar
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